Im MiR verschmelzen Architektur und Kunst: Das Musiktheater im Revier zählt zu den bedeutendsten Theaterbauten der Nachkriegszeit. 

1959 wurde der Komplex nach den Entwürfen der Architektengruppe Werner Ruhnau, Harald Deilmann, Ortwin Rave und Max von Hausen mit zwei Spielstätten - dem Großen und dem Kleinen Haus - eröffnet. 

Die Integration von Architektur und bildender Kunst gibt dem Theater seinen unverwechselbaren Charakter. Fünf heute renommierte Künstler - Robert Adams, Paul Dierkes, Yves Klein, Norbert Kricke und Jean Tinguely - wirkten von Anfang an bei der Planung und Ausführung des Baus mit. So stammen von Yves Klein zum Beispiel vier riesige blaue Wand- und Schwammreliefs im Foyer des Hauses; sie sind die größten Arbeiten des Künstlers überhaupt. 

Das Musiktheater ist Bühne für zahlreiche und regelmäßig preisgekrönte Veranstaltungen: von Oper und Ballett über Konzerte - etwa der Neuen Philharmonie Westfalen - bis hin zu Kabarett und Musicals.